LIZA23 – Wer wir sind!
Also - wir haben das nicht erfunden und es ist eigentlich auch weithin bekannt - es gibt zwei Geschlechter - nämlich Frauen und Männer!
Nicky und Cleo gehören zu der einen Sorte und z.B. Chris ist von der anderen Sorte. Soweit ist das alles ganz einfach...
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Aber während z.B. Liza von sich sagt, sie sei eigentlich ein Junge, und sogar die älteren Jungs in ihrem Hof hatten Angst vor ihr,
wenn sie sich geprügelt hat, hatte Julian als Kind lange Haare und alle hielten ihn für ein Mädchen (erzählt er zumindest) -
also so ganz einfach geht es dann doch nicht!
Überhaupt - immer diese Kästchen, die man übergestülpt bekommt, man sei so oder so - und am Ende kommt dann immer raus, dass man ganz gut weiß,
was man n i c h t ist! Aber was ist man dann?
Die Texte von LIZA23 stellen diese Rollenverteilung in Frage, zweifeln, konkretisieren, suchen nach Lösungen und verlieren dabei eines nie aus dem Auge –
ihre eigenen Gefühle und ihre persönlichen Erfahrungen, Wünsche, Träume und Hoffnungen!
Und wenn wieder mal ein Traumprinz zum Frosch geworden ist oder ein Straßenköter zu fest zugebissen hat, dann wirft man sich
(mit einem kleinen Schuss munterer Selbstironie)
aufs neue in die Geschlechterdiffusion, heult ein wenig und kann immerhin – einen neuen LIZA23-Song daraus machen!!!
Cheers
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LIZAS WELT – Liza (Gesang)
in Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch ist ... (oder: Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ...) -
ein guter Freund von mir meint lustigerweise, man würde das als rhetorische Tautologie oder einfach nur einfach nur als Wiederholung bezeichnen -
aber wenn ich sage: Liza ist Liza ist Liza ist Liza ist... - dann ist das keine Tautologie und vor allem keine Wiederholung,
weil Liza ist immer anders - maximal könnte man vielleicht sagen: „Liza ist!“
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Wenn man Liza zuhört, wie sie einzelne Worte innerhalb ihres magischen Gefühlssprachzentrums in ihrem hübschen Kopf zu Bildern formt,
die dann in Form eines Tones ihren Mund verlassen, dann öffnet sich eine gesamte Welt aus Farben, Formen,
Emotionen und Erinnerungen. Dabei ist gerade die Intensität und Prägnanz von Lizas Stimme kein Ergebnis von Rationalität,
sondern vielmehr ein sich Treiben lassen, sich fallen lassen, im Moment verschmelzen und von emotionaler Verbindung mit dem Text.
"Nicht so viel denken" und "Wüste" sind zwei ihrer Songtitel, und so lebt auch Liza,
die vor der Gründung der Band nur hin und wieder Karaoke gesungen hat,
ihr Leben als einen Balance-Akt aus Augenblicksbezogenheit ("Nicht so viel denken")
und der Vergänglichkeit von menschlichen Verbindungen ("Um mich nur Wüste").
Lizas magischer Weltbezug und ihr unerschütterlicher Glaube an konkret fühlbare Lebenszusammenhänge führten sie vor ihrem ersten
Konzert in eine alte barocke Kirche -
und während ich als überzeugter Atheist herumspazierte und die Architektur bewunderte, kniete Liza hin und betete.
Bei dem Konzert fiel sie dann von der Bühne, und ich wünschte mir, dass ich damals mit ihr gebetet hätte - nicht,
weil ich an Gott glaube, sondern weil man - um Liza zu verstehen - sich bedingungslos auf ihre Welt einlassen muss -
was ein genauso großes und schönes Abenteuer ist wie ihre Songtexte und ihre unverwechselbare Stimme ...
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DIE LIVERPOOLERIN – Nicky (Bass)
In unserer Schule hatten wir ein kleines Streichorchester, in der es auch eine Kontrabassistin gab,
und unser (sehr frecher) Musiklehrer redet beim Bassunterricht oft von Resonanzkörpern, und schaute dabei
(unverschämterweise) heimlich auf den durchaus gut schwingenden Po der jungen Dame - was die Bassistin Nicky anbetrifft,
will ich mich hier vornehmerweise darauf beschränken, dass sie, was Resonanzen anbetrifft, ein durchaus sehr knackigen Bass spielt -
alles andere ist der Fantasie des Lesers überlassen
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Ansonsten ist Nicky am falschen Ort geboren, nämlich im Pippinger Hof in München Pasing,
was insofern ein Drama ist, da sie eigentlich Liverpoolerin ist und ihr Vater ein (zumindest im Herzen)
direkter Nachfahre von den Beatles. Daran muss es wohl liegen, dass sie eine "Fremdwohnerin" ist,
was bedeutet, dass sie sich meist an den Orten aufhält, an denen sie nicht wohnt.
Dass sie einen englischen Pass besitzt und trotzdem auf Deutsch singt, haben zwar auch die Beatles bereits vor ihr erfunden,
ist aber trotzdem (meiner Meinung nach) erwähnenswert.
Vielleicht noch was zum Schluss - Nicky, die ich schon sehr lange kenne und die immer schon Musikerin werden wollte und die so
fest an unsere Karriere glaubt, dass sie sich "einen Plan B nicht einmal vorstellen möchte", hat extra für Liza23 Bass gelernt,
da die Gitarre schon von Julian besetzt war. Jetzt sagt sie, es sei genau das richtige Instrument für sie - und das hört man auch!
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DER ZERRUPFTE ENGEL – Cleo (Klavier)
Ich hab neulich gehört, dass wenn man sehr liebe Menschen trifft, man sehen könnte, wie ihnen am Rücken Flügeln wachsen -
und wenn man dann genauer schaut, dann findet man auch bei nicht ganz so lieben Menschen plötzlich in guten Momenten Ansätze von Flügeln -
und das Ziel wäre, an allen Menschen Flügel zu sehen, dann sei man erleuchtet.
Nun, von Erleuchtung bin ich weit entfernt, und wenn ich an Cleo manchmal Flügel sehe, dann sind es vor allem ihre Finger,
die federngleich über die Klaviertasten fliegen was natürlich nicht heißen soll, dass Cleo ansonsten kein Engel ist!
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Aber zum Beispiel welches Kabel wohin verlegt werden muss (kann Cleo aber inzwischen), wie rum das Klavier in seine Kiste soll (weiß Cleo jetzt auch) oder wie man das Equipment zum Bus trägt und dort einlädt (auch das kann Cleo inzwischen) oder welche Töne Es-Moll7 hat (lernt sie gerade), mit bewundernswertem Ehrgeiz und Humor mogelt sich Cleo immer wieder durch. Und abgesehen davon: Je perfekter die Menschen sind, desto seltener passieren Wunder, und über einen Mangel an Wundern kann man sich bei Cleo sicher nicht beklagen (z.b. ihre inzwischen perfekte Pünktlichkeit) - nein, mal ehrlich, was wäre so eine Band ohne eine Cleo? Und schließlich hat ja auch ein Klavier mehr weiße Tasten als schwarze - Cleo - wir lieben dich alle!
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DER MINIMALIST - Julian (Gitarre)
Bei Julian denk ich mir immer, soll ich ihn beneiden oder bemitleiden –
wie hält es einer aus mit drei Mädels in diesem Wunderzoo der seltenen Paradiesvögel,
in dem die Scheinwerfer meist auf die musikalische Front gerichtet sind
(und man da ja – zugegebenerweise – mehr als genug fürs Auge hat) – aber wahrscheinlich weiß Julian,
manchmal ist weniger mehr, in der Kürze liegt die Würze und im Einfachen liegt das Geheimnis!
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Aber auch die Welt ist eine Bühne, und so wie Julian lobenswerterweise unsere Nerven schont,
indem er auf sechsminütige Gitarren-Solo-Exzesse (die sowieso absolut out sind – außer vielleicht bei Metallern) verzichtet,
hat er auch im privaten einen eher leisen (wenn auch etwas zynischen) Humor,
der mich immer wieder aufs höchste amüsiert und trotz Spitzen und Kanten im Grunde genommen liebevoll ist.
Der Platz an der Sonne reicht ja für alle, und eine ehrliche Gitarre ist auch sexy -
und über die restliche Qualitäten dieses heimlich hochbegabten Musikers schweigen wir uns an dieser Stelle einfach einmal aus ...
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Chris (Drums)
Der Text über unseren Drummer Chris folgt in Kürze.
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